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Romanische Kirchen in Waldeck

Lippoldsberg, Twiste, Ober-Werba – Perlen der deutschen Romanik? Dies sind nicht die Namen, die uns spontan einfallen. Dennoch gibt es in der Ferienregion Waldeck im Nordwesten Hessens eine bisher unerkannte Dichte romanischer Kirchen kleinerer und mittlerer Größe. Unter den 38 vorgestellten Dorf-, Kleinstadt- und ehemaligen Klosterkirchen sind einige sogar erst während der Zusammenstellung des vorliegenden Buches (wieder)erkannt worden. Waldeck – das unendekte Land.

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Xenia Stolzenburg, Romanische Kirchen in Waldeck

Gut recherchiert, kompetent, aber keineswegs fachlastig geschrieben , stellt das Buch die Kirchen auf 95 Seiten so vor, dass man nach den pertinenten Zeugnissen vergangener Bauzeiten suchen und die Reste gut erkennen kann. Die reizvollen Räume werden mit dem ihnen gebührenden Umfang gewürdigt. Sind wenige Spuren der Romanik noch vorhanden, fällt die Beschreibung kürzer aus, entsprechen die Anlagen eher ihrem ursprünglichen Ausmaß, wird ihnen mehr Raum eingeräumt. Auf die Frage hin, warum  auf derart engem Raum so viele Kirchen romanischer Ausprägung heute noch vorhanden sind, gibt die Autorin Xenia Stolzenburg die Jahrhunderte lange Armut der kargen Region als einen Grund an. Gemeinden konnten es sich nicht leisten, immer größere, modernere Bauten hinzustellen, noch immer mit der Mode mit zu gehen. Stattdessen haben sie liebevoll restauriert oder nach Katastrophen wieder aufgebaut. Das Ergebnis ist eine heute kaum zu glaubende Dichte alter Bausubstanz.

Das Buch lässt sich leicht in die Tasche stecken und sollte weder beim Radwandern, Urlaub noch Wanderungen durch Waldeck fehlen. Eine kleine Karte auf der Coverinnenseite hilft, die Kirchen zu lokalisieren.

Xenia Stolzenburg, “Romanische Kirchen in Waldeck”, Hg. im Auftrag des Waldeckischen Geschichtsvereins e.V. von Jürgen Römer

Berlin/München: Deutscher Kunstverlag 2009, ISBN 978-3-422-02147-1, 96. S, €8,00.

Geschrieben von Grünewald am 28. June 2009 | Abgelegt unter Bücher | Keine Kommentare

Der Jakobsweg in Frankreich

Romanische Kunst entlang der Pilgerrouten

 

Droste

Zur Zeit der größten Popularität der Pilgerfahrt im 11. und 12. Jahrhundert strömten jährlich zwischen 200 000 und 500 000 Jakobspilger die vier Hauptwege entlang durch Frankreich, in Richtung Santiago de Compostela. Thorsten Droste und Henri Gaud stellen mit ihrem opulenten Buch Der Jakobsweg in Frankreich diese Pilgerwege in Richtung Spanien eindrucksvoll vor. Mit großer Sachkenntnis lassen die Autoren die Via Touronensis, Via Lemovicensis, Via Podiensis und Via Tolosana in Buchform wieder entstehen. In Wort und Bild erläutern sie die Kirchen und die Bauschulen der Landschaften, durch die die Wege heute wie damals führen. Gesamtaufnahmen und plastische Details präsentieren Bauwerke, die zu jener Blütezeit entstanden: neben den romanischen Kirchen auch Pilgerhospize und Krankenstationen zur Organisation und Pflege der Pilgerscharen.

 

Skurriles, Unbekanntes, Spektakuläres – Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Grünewald am 19. February 2009 | Abgelegt unter Bücher,Bücher | Keine Kommentare