Ostern

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Ostergärten

„Vom Einzug in Jerusalem über Abendmahl, Gethsemane und Golgatha bis zur Auferstehung stellen Ostergärten die Passionsgeschichte Jesu anschaulich und multimedial nach. Immer mehr Gemeinden laden zum Besuch eines solchen Parcours ein.“ (Stiftung KiBa Aktuell).

web-engel-hlg-grabe-dsc0971.jpg Zwei Engel aus der Heiliggrabkapelle, Klosterstift zu Heiligen Grabe

Schauen anstatt hören. Gehen anstatt sitzen. Nach dem ersten verwunderten Blick darf das Phänomen nicht überraschen. Bereits im Mittelalter hatte sich der Brauch in herausragenden Kirchen oder Klöstern verbreitet, ein Heiliges Grab einzurichten (Klosterstift zum Heiligen Grabe, Görlitz, Gernrode…). An möglichst getreuen Nachbildungen von Jerusalem wurde der Kreuzweg gegangen, der Osterwunder mit einer lebensgroßen Plastik Jesu gefeiert.

Das Bedürfnis, den Glauben durch Rituale zu bestärken und begreifbar zu machen, ist in der heutigen virtuellen Welt gestiegen. Das Projekt der Evangelischen Landeskirche in Baden – das die Medien des 21. Jahrhunderts mit einbindet – hat Nachahmer gefunden an mittlerweile 150 Orten. In diesem Jahr gab es 500.000 Besucher von Ostergärten, in Baden bislang insgesamt 45.000.

Spricht man anhand dieses Projektes über Ganzheitlichkeit und die Einbindung des Körpers bei Wahrnehmungsprozessen, ist die Nähe zur Kirchenpädagogik/ Kirchenraumpädagogik sofort erkennbar. Einen solchen Garten einzurichten bedarf der gesamten Gemeinde, sie zu beraten durchaus ein Anliegen der Kirchenpädagogen.

Details: www.sinnenpark.de.

Geschrieben von Grünewald am 22. April 2012 | Abgelegt unter Ostern | Keine Kommentare

Eine Kreuzigung kirchenpädagogisch betrachtet

Erika Grünewald

Auch einer modernen  Darstellung der Kreuzigung kann man sich kirchenpädagogisch nähern. Schüler einer 6. Klasse machten sich beim Besuch der St. Petri-Kirche in Hamburg mit der Symbolik der Passionsgeschichte im mittleren Chorfenster (Claus Wallner, 1959) und mit der spätgotischen Ikonographie derselben Geschichte im Flügelaltar der Barbarakapelle (nordwestdeutsch, um 1490/1500) vertraut. Sie wurden dann vor dem Bild “Kreuzigung Gethsemane” des Künstlers Björn Hauschild gesetzt, der Titel wurden ihnen nicht mitgeteilt. “Sagt mir, was Euch zu diesem Werk einfällt.”

Hausschild, Kreuzigung

Björn Hauschild, Kreuzigung Gethsemane (Matthäus 26, 36-46) Foto: Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers

“Eigentlich könnte man meinen, dass die Farbkombination schwarz-gelb für gegensätzliche Stimmungen steht. Aber bei diesem Bild ist das Gelb Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Grünewald am 25. March 2009 | Abgelegt unter Ostern | Keine Kommentare