1960 Neue Nikolai

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Neue Nikolai-Kirche, Hamburg-Harvesthude

Unter “Erschließung einer Kirche” werden  “Sieben Sprachen der Nikolai-Kirche” (Hamburg) vorgestellt. Sie stellen Möglichkeiten für die Erschließung einer modernen Kirche – eines bilderlosen Raumes – um sie anderen  kirchenpädagogisch/ kirchenraumpädagogisch zu öffnen.

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 Außenansicht der Nikolai-Kirche, sowie ein Detail aus dem Fenster von Elisabeth Coester. Fotos: Erika Grünewald

Geschrieben von Grünewald am 28. January 2012 | Abgelegt unter 1960 Neue Nikolai | Keine Kommentare

5. Kunst und Kirchenpädagogik

In der Nikolai-Kirche befindet sich wenig Kunst. Das Fenster von Elisabeth Coester und die Kreuzigung von Kokoschka wurden bereits erwähnt. An der “Brautpforte”, eine unauffällige Tür, auf den Altar axial ausgerichtet, befinden sich drei Reliefs (Fritz Fleer) mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Nikolaus: Die drei goldenen Äpfel, Wie Nikolaus zum Bischof gewählt wurde sowie Die Schiffe voll Weizen. Diese können kirchenpädagogisch eingesetzt werden.

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 Die Brauttür der Nikolai-Kirche, Hamburg, Foto: Erika Grünewald

In diesem Fall stehen die Geschichten neben den Bildern. Bei anderen Heiligen vermittelt ein Heiligen-Lexikon die Geschichten. Diese werden in einfache Texte mit viel direkter Rede umgeschrieben. Dabei berücksichtigt man, dass mehrere Rollen oder Gruppieren entstehen, die von Schülern einfach aufgeführt werden können. Der Text sollte nicht länger als eine Seite sein. Teilt man die Klasse in 3 Gruppen mit je einer Geschichte, wird jeder aus der Klasse eingebunden. Eine Vorbereitungszeit von 20, maximal 30 Minuten ist ausreichend, um die Phantasie der Schüler anzuregen, auch ohne Requisiten eine Darstellung vorzubereiten. Die werden anschließend für alle vorgeführt.

Doch Kunst und Kirchenpädagogik können sich auch für jüngere Kinder vereinbaren. Im vorliegenden Fall wird beispielsweise die unterste der drei Geschichten – Die Säcke voll Weizen – erzählt. Dazu kommt anschließend ein Malblatt.

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Geschrieben von Grünewald am 30. September 2009 | Abgelegt unter 1960 Neue Nikolai | Keine Kommentare

Die Sprache aus der Stille

Übungen der Stille oder meditative Einheiten sind in der Kirchenpädagogik angekommen. Nur fehlt es gelegentlich an brauchbaren Zugängen.Unten wird eine Möglichkeit vorgestellt.

Einleitenes Gespräch: Die Fülle der heutigen Tätigkeiten lässt keinen Raum mehr für eine produktive Stille. Man ist derart laut oder beschäftigt – man kann die Aktivitäten der Schüler Revue passieren lassen, inklusive MP3-Player – dass man nicht einmal sich selbst hören kann, geschweige denn etwas so feinstoffliches wie die Stimme Gottes.

Eine gute Möglichkeit ist es, die Schüler einzuladen, sich einzeln in je eine Bankreihe zu legen, um die bedingte Stille zu erfahren (Schuhe ausziehen oder Füße über das Ende baumeln lassen). Es sollte darauf bestanden werden, dass sich wirklich nur ein Schüler pro Bank hinlegt. Wenn sie sich hinlegen, verlieren sie den optischen Kontakt zu ihren Mitschülern. Dieser Schritt fällt vielen schwer, weshalb man zwar bestimmt, aber sensibel darauf bestehen sollte. Nach Vorverabredung, sollen sie zunächst zur Ruhe kommen, dann nach einem Glockenschlag als akustischem Zeichen “3 Minuten nach außen hören”. Als Anregung zur Verständigung: Die Schüler sollen aufmerksam verfolgen, was innerhalb “einer stillen Kirche” tatsächlich noch alles zu hören ist. Dies umfasst nicht selten laute Stimmen von außen, Autos, Sirenen, Telefone oder einfach Wind.

Nach einem weiteren Zeichen sollen sie dann Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Grünewald am 5. August 2009 | Abgelegt unter 1960 Neue Nikolai | Keine Kommentare

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