1908 Pfingst

Du befindest dich im Themenbereich von Forum-Kirchenpädagogik.

Pfingstkirche, Berlin-Friedrichshain

pfingst-web-aussen-p1030031.jpg

 

Die Pfingstkirche (1908) im heutigen Zustand
Foto: Erika Grünewald

Im Jahr 1908 wurde die von den Architekten Werner und Kröger entworfene Ev. Pfingstkirche eingeweiht. Sie ist die Tochtergemeinde einer Tochtergemeinde (Auferstehungskirche) der Markusgemeinde und weist damit hin auf die rapide wachsende Bevölkerung in Berlin hin. Sie wurde im 2. Weltkrieg beschädigt und lässt heute die damalige Ausmalung nur noch hier und da erahnen.

Äußerlich erscheint die Pfingstkirche als ein weiteres Beispiel der historisierenden Backsteingotik des späten 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Die Details zeigen, jedoch, wie sehr sie bereits dem Jugendstil verpflichtet ist.

pfingst-web-weinblatt-p1030.jpg Die Weinblätter und Trauben (entstammen dem Taufbecken) sind vom Gegenstand her traditionell, in der Form jedoch gehören sie bereits dem Jugendstil an. Deutlich zu erkennen ist das an der langgezogenen Blattrispe, die von unten links nach oben links in einem vollen Bogen steigt und mit einer geschwungenen Kurve wieder nach unten Rechts fällt. Dort unten läuft sie mit einer Rolle wieder zusammen. Der Rest des Blatts füllt den unteren Drittel des Feldes komplett aus. Auch der Engel am Portal zeigt in der liebevollen Rosendickicht hinter ihm den Geschmack des Jugendstils. Über dem Kopf des Engels sieht man erneut den Kielbogen, der bereits von Weitem das große Fenster über dem Portal klar kennzeichnet und die Fassade dominiert und gliedert. Er wird hier wieder aufgegriffen [s. hierzu 2.7.a.].pfingst-web-portalengel-p10.jpg

Geschrieben von Grünewald am 26. January 2013 | Abgelegt unter 1908 Pfingst | Keine Kommentare