2.7. 20. Jahrhundert

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Fassadendetails für Kirchenführer und Kirchenpädagogen

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Reich verzierte Südfassade der Burgkapelle in Ziesar, 2. Hälfte 15. Jahrhunderts
Foto: mit freundlicher Genehmigung des Burgmuseums Ziesar

“Die Kapelle wurde 1470 von Bischof Dietrich von Stechow (1459-72) geweiht. Ihre repräsentative Südfassade mit hohen Fenstern und den vertikalen, als Lisenen ausgebildeten Strebepfeilern geben dem Bauwerk Höhe und eine gewisse Leichtigkeit – ganz dem architektonischen Verständnis der Gotik entsprechend. Das Eingangsportal ist von einem mit Maßwerk ausgefülltem Rahmen umgeben, das Tymapanon wird von einem Kielbogen umschlossen. Die reich verzierte Fassade ist ein Meisterwerk der märkischen Backsteinarchitektur.” [Text: www.burg-ziesar.de]

Kirchenpädagogen und Kirchenführer erfreuen sich an solchen spätgotischen Spielereien, geben sie doch Anlass zu Kreativ- und Suchaufgaben. Weniger bekannt ist deren Rolle als Vorbilder für die letzte Welle des Backsteinhistorismus, in Kirchen, die sich bereits am Jugendstil und Expressionismus versuchen. Zwei Beispiele stehen für viele:

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Links behält der Portal der Pfingstkirche (1908) noch die geschwungene Form des Bootskielbogens, sie passt auch zum Jugendstil des Innenraums. Rechts zeigt die Heilig-Geist-Kirche (1905-06) die strengeren Linien des sich anbahnenden Expressionismus, der besonders im oberen Teil des Turms sichtbar wird. Beide Kirchen im Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte.

Fotos: Erika Grünewald

Geschrieben von Grünewald am 26. January 2013 | Abgelegt unter a. um 1900 | Keine Kommentare

Otto Bartning 2011/2012

Otto Bartning gehört zu den herausragenden Architekten des 20. Jahrhunderts. Die expressionistische “Sternenkirche” (nie errichtet), die Pressa-Kirche (die erste als Fertigbausatz errichtete Kirche, im Krieg zerstört), die Gustav-Adolf-Kirche (Berlin) und in besonderer Weise die Notkirchen der Nachkriegszeit haben sich in das Gedächtnis eingeprägt. Wiederholt prägte Bartning den Bau der Kirchen, die wir heute als „klassisch-modern“ bezeichnen.

Das Verständnis für Bartnings Leistung zu fördern ist das Anliegen der Otto Bartning-Arbeitsgemeinschaft Kirchenbau e.V.  (OBAK). Für  das Jahr 2011/2012 plant sie eine Reihe von Veranstaltungen. In dem unten stehenden Link werden die zahlreichen Möglichkeiten aufgeführt, sich näher mit der Architektur Bartnings vertraut zu machen.

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Die Gustav-Adolf-Kirche von Otto-Bartning (Berlin)

Für Kirchenpädagogen/Kirchenraumpädagogen, die sich mit dem Kirchenbau des 20. Jahrhunderts auseinandersetzen wollen, ist gerade das Wissen um die Architektur der Jahre “zwischen den Kriegen” und um das Ringen um die Loslösung von den Idealvorstellungen der vorangegangenen zwei Jahrhunderten grundlegend. Nicht zuletzt der Kampf gegen Expressionismus und Entlehnungen aus dem Industriebau hat den Bau von “angemessenen Kirchen” geprägt. Bartnings weltberühmte “Sternenkirche” gehörte dem Expressionismus an, selbst die Gustav-Adolf-Kirche (1932-34) trägt noch Spuren davon in sich. Mit Fotos und Vergleichsmaterial können Kirchenpädagogen und Kirchenraumpädagogen auf die Spur der Notkirchen in ihrer Nähe gehen. Selbst die Architektur der 50er Jahre ist noch vor diesem Hintergrund zu bewerten.

Bartning 2011/2012

Geschrieben von Grünewald am 18. May 2011 | Abgelegt unter b. 1918-1933 | Keine Kommentare

Moderne Kunst in den Kirchen

Hausschild, Kreuzigung

  Hausschild, Kreuzigung

Die Beziehung zwischen moderner Kunst und den Kirchen ist nicht einfach. Zumeist begegnen die Kirchen dem Ruf nach moderner Kunst damit, dass sie herausfordernde Kunst in befristeten Ausstellungen im Raum zulassen. Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Grünewald am 14. February 2011 | Abgelegt unter Beiträge,Kunst und Kirchenpädagogik/Kirchenraumpädagogik | Keine Kommentare

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