3.4. Kirchenumnutzung

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Vom Sakralen zum Banalen?

Kerstin Gothe / Alexa Maria Kunz / Klaus Nagorni (Hg.)

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Darf man eine Kirche in eine Disco umfunktionieren oder in eine Bibliothek oder vielleicht in einen Theatersaal? Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Grünewald am 16. July 2012 | Abgelegt unter 3.4. Kirchenumnutzung | Keine Kommentare

St. Agnes zur Galerie

Wie vor ihr die St. Ursula-Kirche in Kalscheuren (Gottfried Böhm, 2010 erstmals als Galerie verwendet) wird nun in Berlin die 2005 aufgegebene Kirche St. Agnes in der südlichen Friedrichstadt in eine Galerie verwandelt. Die Berliner Galerie König hat den modernen Kirchenbau (1965-67, Werner Düttmann) erworben. Der 60er Jahre Bau liegt zwischen Kreuzberg und Mitte und ist, wie viele Kirchbauten Ende der 60er und der 70er Jahre ein multifunktionales Gebäude. Nachdem Altar, Kreuz und Orgel entfernt werden, bieten moderne Kirchen ideale Bedingungen für Ausstellungen an, vor allem viel Wandfläche. Wegen fehlender Gemeinde und der zahlreichen Bauschäden hatte die katholische Kirche sogar den Abriss der architektonisch wertvollen Kirche erwogen.

Als Zeitzeugin wird dieser ausdrucksvolle Bau nun erhalten bleiben. Ob ihr der gottesdienstliche Charakter genommen wird, wie in Kalscheuren der Fall, wird sich zeigen.

Geschrieben von Grünewald am 10. April 2012 | Abgelegt unter 3.4. Kirchenumnutzung | Keine Kommentare

Leere Gotteshäuser

“Die Preisgabe von Kirchengebäuden eröffnet auch Chancen.”

Unter dem Titel “Leere Gotteshäuser” hat der Architekturexperte Wolfgang Pehnt einen lesenswerten Beitrag für die Süddeutsche Zeitung geschrieben (Nr. 50, S. 11 vom 2. März 2009). Er wies u.a. darauf hin, dass der Begleitton in der Diskussion um die Aufgabe oder Umnutzung von Kirchen der der Klage sei. Dies sei nicht immer gerechtfertigt, schreibt Pehnt, der darstellt, wie die Umnutzung historischer, religiöser Bauten wie der Hagia Sofia oder des Parthenons sie für die Nachwelt überhaupt erhalten habe.

Auch sieht Pehnt in der momentanen Aufgabe oder Umnutzung von Kirchen des 20. Jahrhunderts eine Art Abstimmung mit den Füßen. “Anders als die vielteiligen neoromanischen oder neogotischen Bauten des 19. Jahrhunderts boten die großen, auf den Altar zentrierten Einheitsräume zeitgenössischer Kirchen der privaten Innterlichkeit keine Fluchträume.” (Zitat aus dem Beitrag).

Der Beitrag ist lesenswert, gibt er doch auch Kirchenpädagogen und Kirchenführer einen etwas anderen Blick auf die gegenwärtige Diskussion und auf Kirchen sowohl des 19. als auch des 20. Jahrhunderts.

Erika Grünewald

Geschrieben von Grünewald am 1. April 2009 | Abgelegt unter 3.4. Kirchenumnutzung | Keine Kommentare

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