Glasmalwerkstatt

Marion Wrede, Kirchenpädagogin, Hannover
Erika Grünewald, Kunsthistorikerin und Kirchenpädagogin, Hamburg

Ein beliebtes Projekt bei Kirchenbesuchen ist die Anfertigung einer Glasmalerei. Einzelmotive oder Bildkompositionen für das Klassenzimmer werden gut angenommen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Erstellen des Bildes den Großteil eines Projektvormittages einnimmt und somit nur wenig Zeit zur Besichtigung der Kirche selbst verbleibt. Daher wird angeraten, mehr als einen Schultag einzusetzen und die Kirchenfenster schwerpunktmäßig zu behandeln.
Um die Verletzungsgefahr zu mindern werden Plexiglas-Scheiben anstelle von Glas verwendet. Gezielt vorbereitete Zeichenvorlagen mit Motiven aus den Kirchenfenstern erleichtern die Wahl des Gegenstandes und verringern den Zeitaufwand. Zu beachten ist unbedingt, dass die gemalten Bilder selbst nach drei Stunden noch feucht sind!

Material: Plexiglasscheiben im Postkartenformat, Papier, Bleistift, Radiergummi, Konturenpaste, Glasmalfarben, Pinsel, evtl. Fön.

Die Glasscheibe auf das Papier legen und mit dem Bleistift umranden (Bild 1).
1-plexiglass-umranden.jpg
Einen Entwurf für das Glasbild auf Papier zeichnen (Bild 2).
2-umrisse-in-das-feld-eint.jpg
Die Umrisse des Entwurfs mit Konturenpaste auf das Plexiglas übertragen (Bild 3 und 4).
3-zeichnung-nachziehen.jpg4-missverstaednisse.jpg
Die Konturenpaste trocknen lassen oder mit einem Fön nachhelfen.

Die Farben in die freien Flächen einbringen. Jede Fläche erhält eine eigene Farbe. Zu große Felder sind schwer zu füllen. Sind die einzelnen Flächen zu voll, kann die Farbe über die Ränder laufen. Auf dem Bild mischen, nicht im Topf! (Bild 5-8).
5-feld-eigene-farben.jpg6-mischen-auf-glas.jpg

7-zu-grosse-felder.jpg08.jpg
Das Glasbild ca. 24. Stunden trocknen lassen. Vorher nicht berühren!

Konturenpaste und DEKA Cristal Transparentlack erhältlich bei: www.als-verlag.de

Grünewald 9. October 2008 1.2 Glasmalerei Keine Kommentare Trackback URI

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