Archiv für das Tag 'Luther'

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Musik ist die beste Gottesgabe!

Neues Themenheft: “Musik ist die beste Gottesgabe”

Musik ist unter den Künsten die wichtigste für die evangelische Kirche. Insbesondere seit Martin Luther den Gesang im Gottesdienst förderte, haben sich Musik und Theologie, religiöse und musikalische Praxis gegenseitig bereichert. Anlässlich des “Jahres der Kirchenmusik 2012” widmet sich das neueste Themenheft der Liturgischen Konferenz aus der Reihe “Liturgie und Kultur” den Wechselbeziehungen zwischen Kirchenmusik und Gegenwartskultur, ästhetischen und theologischen Fragen nach dem Verhältnis von gelebter Religion und gegenwärtigen Musikkulturen zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Das Heft kann für 4,50 Euro beim Kirchenamt der EKD bestellt werden.

Geschäftsstelle der Liturgischen Konferenz
z. Hd. Christine Griesbach
Kirchenamt der EKD, Herrenhäuserstr. 12, 30419 Hannover,
per FAX: 0511 2796-722 oder 0511 2796-99-214,
per E-Mail: lk@ekd.de.

Quelle: EKD-Newsletter Nr. 413, 27. Januar 2012
ISSN 1616-0304

Auch wenn Kirchenpädagogen und Kirchenraumpädagogen sich mehr dem Raum, der Kunst und der Spiritualität zuwenden, ist die Musik integraler Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Sie kann auch Schülern vermittelt werden, unter begeisterter Teilnahme der Kinder. Für das Verständnis des Verhältnisses zwischen Theologie und Musik ist das Heft ein Gewinn.

Geschrieben von Grünewald am 27. January 2012 | Abgelegt unter Luther & Musik | Keine Kommentare

Gesetz und Evangelium – Über ein reformatorisches Bildthema

 “Am Anfang war das Wort, und das Wort wurde Bild”. So beginnt die Rezension von Johann Hinrich Claussen über das zweibändige Werk von Heimo Reinitzer zu einem der Urthemen der lutherischen Reformation. “Angefangen hat alles offenbar mit einem französischen Holzschnitt aus den zwanziger Jahren des sechzehnten Jahrhunderts, wahrscheinlich von Geofroy Tory. Luthers Grundeinsicht war es, dass der Mensch nur durch Gottes Gnade, ohne eigene Werke zur Seligkeit gelangt. Die Anforderungen des Gesetzes kann er nicht erfüllen. Er ist auf die freie Gande des Evangeliums angewiesen. Diese aber kann er nur erfahren, wenn das Gesetz ihn vorher auf seine schlechthinnige Abhängigkeit von Gott gestoßen hat. Der Holzschnitt setzt Luthers Lehre so um, dass er einen nackten Menschen unter einen Lebensbaum setzt. Dieser teilt das Bild in zwei Hälften. Auf der linken Seite steht das Gesetz mit seinen Manifestationen, auf der rechten Seite finden sich das Evangelium und seine Zeugen.” [Auszug aus der Rezension in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.08.2008, Nr. 188, S. N3.]

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Für das Verständnis von reformatorischen Gemälden, die vielfach dunkel und unverstanden in Kirchen hängen, ist dieses Bildprogramm grundlegend. Viele Bibel enthielten den Holzschnitt vom “Gesetz und Evangelium”, das frühzeitig für Luther von Cranach programmatisch umgesetzt wurde und dem Bild auf der Einladung zur Buchbesprechen gleicht (leider nicht das Buch selbst).

Das Werk von Reinitzer ist aufgeteilt in einem Textband und einem Band mit Abbildungen. Besonders für ehrenamtliche Kirchenpädagogen/Kirchenraumpädagogik mag der Preis abschreckend sein, doch eine gut sortierte Bibliothek oder Fernleihe können hier weiterhelfen.

“Gesetz und Evangelium – Über ein reformatorisches Bildthema”, Heimo Reinitzer, 2 Bände, 950 S., 400, teils farbige Abb., 128 Euro, Christians Verlag, Danziger Straße 35 a, 20354 Hamburg, Kontakt: Mail: verlag@christians.de

Geschrieben von Grünewald am 22. January 2011 | Abgelegt unter Bücher | Keine Kommentare